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SY Passage — Aluminium-Racer auf Expedition

Die SY Passage ist kein Kreuzfahrtschiff. Sie wurde 1989 von Guy Ribadeau Dumas für das härteste Hochseerennen der Welt entworfen — das Whitbread Round the World Race. Ihr Rumpf ist Aluminium, ihr Kiel wiegt sieben Tonnen und ist eingeschweisst, nicht angebolzt. Selbstaufrichtend bis 155 Grad Neigung. Konzipiert für Bedingungen, unter denen man entweder sehr gut vorbereitet ist — oder sehr froh, dass man es ist. Heute trägt sie eine andere Flagge: Mare Incognita, Schweizer Expeditions-Segelverein. Und eine andere Mission: zwölf Menschen in die hohe Arktis und wieder zurück.

Auf einen Blick

Whitbread-Racer · Baujahr 1989 · Aluminium
18 m × 5 m · Tiefgang 3.20 m
15 t Verdrängung · 12 Kojen
75 PS Volvo Penta Diesel
6 Arktis-Expeditionen · 120'000+ Seemeilen

Technische Daten

Konstrukteur
Guy Ribadeau Dumas
Werft
Universal Yachting France
Baujahr
1989
Rumpf
Aluminium
Länge × Breite
18.00 m × 5.00 m
Tiefgang
3.20 m
Verdrängung
15 t
Masthöhe
24.10 m
Kiel
7 t Blei, eingeschweisst
Stabilität
selbstaufrichtend bis 155°
Motor
75 PS Volvo Penta Diesel, 4-Blatt-Verstellpropeller
Heizung
8 kW Eberspächer Diesel
Wassermacher
80–140 L/h
Trinkwassertank
ca. 700 L
Rigg
Hydraulisches Rod Rigging, 18 t Spannung, 4 Salingenpaare
Großsegel
Durchgelattet, kugelgelagerte Mastrutscher
Winchen
12 (davon 2 als Coffeegrinder)
Refit
2009
Leben an Bord

Zwölf Kojen, eine Crew

Platz ist relativ. 18 Meter Aluminium sind auf See weniger gross als am Steg — und genau das ist der Punkt. Die Passage bietet zwölf Kojen: eine Skipperkabine im Bug, eine Doppelkoje achtern, der Rest Rohrkosen mit Segeltuchbespannung und justierbarer Neigung per Seilzug. Kombüse mit Vierflammen-Herd, Backofen und zwei Tiefkühltruhen. Eberspächer-Heizung, die auch bei −15 °C im Packeis anstandslos läuft. Wassermacher mit 80–140 L/h — Duschen ist möglich, Verschwenden nicht.

Sicherheitsausrüstung

Vorbereitet für das Schlechteste

Zwei Rettungsinseln (8-Person + 4-Person), EPIRB, Iridium-Satellitentelefon, Notraketen, zehn professionelle Survival Suits, Kollisionsschotte im Bug und im Salon-Vorschiff-Bereich. Bordapotheke inklusive Notoperations-Besteck und Morphium. Das ist keine Checkliste zum Abhaken — das ist das Ergebnis von sechs Arktis-Expeditionen, auf denen man gelernt hat, was man wirklich braucht.

Geschichte

Gebaut 1989 für das Whitbread Round the World Race 1989/90 — heute bekannt als The Ocean Race — gehörte die Passage zu einer Generation Hochseeracer, die für Vollgas rund um den Globus konstruiert wurden. Stationen: Antigua Sailing Week, Blue Cup, Hong-Kong-Challenge, Admirals Cup, Fastnet Race. 2009 umfangreich refittet. Danach folgte der Kurswechsel: weg vom Rennsport, hin zur Expedition. Seither hat die Passage sechs Mal die hohe Arktis angesteuert — teilweise nördlich des 80. Breitengrades. Über 120'000 Seemeilen unter dem Kiel. Das Aluminium hat jede davon mitgemacht.

Eindrücke

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Gerne geben wir dir hier Auskunft:

segeln@mareincognita.ch
044 586 65 65